Was kostet eigentlich ein Steuerberater*in?

Kosten der Steuerberatung

Kosten

Für den Mandanten ist es besonders wichtig: die Kosten. Es versteht sich von selbst hier eine hohe Transparenz zu schaffen. Das ganze Verhältnis zwischen Steuerberater und Mandant ist ein Vertrauensverhältnis. Das sollte nicht daran scheitern. Man muss aber beide Blickwinkel berücksichtigen und die Verantwortung durch den Steuerberater ist extrem hoch.

Im Grunde rechnen alle Steuerberater bei den alltäglichen Arbeiten nach dem gleichen Schema und auf Basis der gleichen Rechtsgrundlage ab: nach der Vergütungsverordnung für Steuerberater, Steuerbevollmächtigte und Steuerberatungsgesellschaften, auch Steuerberatervergütungsverordnung genannt oder kurz: StBVV

Beispiel für Steuererklärungen gem. § 24 (1) StBVV:

Umsatzsteuererklärung

Das Honorar für eine Steuererklärung berechnet sich nach einem Gegenstandswert. Generell sind bei der Abrechnung also am Ende diese Gegenstandswerte zu ermitteln. Speziell im Falle einer Umsatzsteuererklärung finden sich die Regelungen zum Gegenstandswert in § 24 (1) Nr. 8 i.V.m. Tabelle A (Anlage1) StBVV.

  • Beispiel 1: Sie haben einen Jahresumsatz ohne Umsatzsteuer von 100.000 Euro.
  • Der Gegenstandswert wäre dann 10% aller steuerpflichtigen Umsätze = 10% x 100.000 = 10.000

Nun kann jeder Steuerberater nach Ermessen einen Faktor bestimmen. Das ist im Falle der Umsatzsteuererklärung ebenfalls in § 24 (1) Nr. 8 StBVV geregelt. Wir setzen hier eher einen höheren Wert an, das hängt aber vom Einzelfall ab. Bei den meisten Mandanten beträgt er bei der Erstellung der Umsatzsteuer-Erklärung 6/10, also 60%. Damit ergibt sich aus der Anlage 1 Tabelle A die Berechnung wie folgt:

  • 571 x 6/10 = 342,60

Das wäre dann der Netto-Betrag in Euro, also zuzüglich der Umsatzsteuer von aktuell 19%.

Einkommensteuererklärung

  • Beispiel 2: Erstellung der Einkommensteuer-Erklärung bei einem Gewinn von 40.000 Euro:
  • Gegenstandswert in diesem Falle = 40.000
  • Unser Faktor: 5/10
  • 1.061 x 5/10 = 530,50

Gewinnermittlung bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung

Gewinnermittlung bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung, ohne Buchführung:

  • Gegenstandswert = 12 x 750 = 9.000
  • Unser Faktor: 11/20
  • 528 x 11/20 = 290,40

die Buchführung dazu:

  • Unser Faktor: 5/10
  • 177 x 5/10 x 12 Monate = 1.062

Überbrückungshilfen etc.

Die Kosten für die Überbrückungshilfen werden individuell ausgehandelt. Ganz ehrlich: der Aufwand bei der Erstellung der Überbrückungshilfen ist extrem hoch. Es kommen viele Rückfragen, die Portale haben unzählige technische Probleme, man verliert unglaublich viel Zeit. Und das bei extrem hoher Verantwortung. Für Überbrückungshilfen berechnet die taxum je nach Mandat zwischen 800 und 4.000 Euro.

Alle Angaben ohne Umsatzsteuer.